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Kulturstaatsminister Weimer lobt KI-Bericht des EU-Parlaments

Nachdem sich bereits einige europäische Kreativverbände positiv über den vom EU-Parlament in großer Mehrheit angenommenen Bericht von Parlamentsmitglied Axel Voss (CDU) geäußert hatten, schließt sich Wolfram Weimer, Deutschlands Kulturstaatsminister, den lobenden Worten an.

“Das dürfen wir nicht länger hinnehmen“, heißt es in einer Mitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer. „Die großen KI-Sprachmodelle wurden mit unzähligen geschützten Werken trainiert, ohne die Einwilligung der Urheber einzuholen und ohne sie dafür zu bezahlen“, kritisiert Weimer zunächst die ChatGPTs, Sunos und Udios dieser Welt.

Anlass für die Mitteilung des Kulturstaatsministers ist, dass das EU-Parlament am 10. März einem Bericht von MdEP Axel Voss zugestimmt hatte, in dem die EU-Kommission aufgefordert wird, zu prüfen, wie eine Vergütung der bisherigen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zum Training generativer KI-Modelle ohne pauschale Abschlagszahlungen sichergestellt werden könne. Teil der Forderungen ist zudem, dass KI-Anbieter“eine detaillierte Liste aller urheberrechtlich geschützten Werke, die zum Training der KI verwendet wurden, sowie detaillierte Aufzeichnungen der Crawling-Aktivitäten“ bereitstellen, wie es in einer begleitenden Pressemitteilung aus Straßburg hieß.

„Die Rechteinhaber müssen an der Wertschöpfung durch KI teilhaben können“, meint Weimer. Das heißt: „Die, die Inhalte nutzen, müssen die Urheber dafür angemessen bezahlen. Genau deshalb ist das Signal aus dem Europäischen Parlament so wichtig: Der Bericht stärkt die Kreativen und fordert eine Anpassung des Urheberrechts an die neue Realität der Ära der Künstlichen Intelligenz. Die Zeit drängt. Die EU-Kommission sollte sich dieses Themas intensiv annehmen und sich jetzt darum kümmern, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Urheber verbessert werden können.“

Die Kreativen aus Europa dürften nicht zu „Datenlieferanten degradiert werden“, sie müssten „endlich angemessen vergütet werden“. Dies sei für den Kulturstaatsminister auch „eine Frage der Gerechtigkeit“.

Den Bericht nahmen zuvor bereits Verbände wie die Initiative Urheberrecht, die ECSA und Impala positiv zur Kenntnis.