Recorded & Publishing

Kulturminister spricht der Branche Mut zu

In einer hochkarätig besetzten Runde, zu der auch der dänische Kultusminister Brian Mikkelsen und Peter James vom Deutschen Exportbüro gehörten, sah Jean-Jacques Aillagon, der französische Minister für Kultur und Kommunikation, in der gegenwärtigen Krise auch eine große Chance.

In einer hochkarätig besetzten Runde, zu der auch der dänische Kultusminister Brian Mikkelsen und Peter James vom Deutschen vom Deutschen Musikexportbüro, GermanSounds, gehörten, sah Jean-Jacques Aillagon, der französische Minister für Kultur und Kommunikation, in der gegenwärtigen Krise auch eine große Chance: „Man muss die aktuelle Krise im griechischen Wortsinne als Moment der Entscheidung verstehen“, erklärte der Minister. Weil die „digitale Revolution nun in das Stadium der Reife“ komme, ergäben sich daraus für die Musikindustrie neue Chancen. Ausdrücklich erwähnte er iTunes von Apple und OD2 als zukunftsweisende Modelle. Als Priorität bei seiner Vorgehensweise bezeichnete Aillagon schliesslich den Schutz des künstlerischen und intellektuellen Eigentums und prohezeite, dass in den Jahren 2004 und 2005 das digitale Zeitalter erst richtig berginne. Nach einer Rede von Brian Mikkelsen sprach Peter James über die Chancen und Perspektiven des neuen deutschen Exportbüros. Gerade weil der europäische Markt so reichhaltig sei, will GermanSounds einen „multinationalen Fluss an Talenten in Bewegung setzen, der die bisherige, einseitige Richtung, Musik immer nur zu importieren, durch den Export ergänzt“. Dabei erteilte James einer alten Indie-Philosophie eine klare Absage: „Infrastruktur ist wichtiger als Netzwerke. Denn wir benötigen Strukturen, die dann auch da sind, wenn man sie braucht.“