Bei der Hauptversammlung der Jack White Productions AG am 3. Juli im Münchner Haus der Bayerischen Wirtschaft übten Aktionärsvereinigungen im Anschluss an den Geschäftbericht des Vorstandsvorsitzenden Thomas M. Stein heftige Kritik: „Die Entwicklung der AG gleicht einem Alptraum“, hieß es am Vormittag unter anderem.
Da zudem die kürzlich von Stein in Auftrag gegebene Sonderprüfung der Vorgänge rund um die Beteiligungen der JWP in den USA nicht rechtzeitig vorlag, wurde die laut Tagesordnung vorgesehene Entlastung der Vorstände aufgeschoben. Ende März hatte Stein angekündigt, „die Verantwortlichkeit von Organmitgliedern der JWP AG und der HOT JWP Inc. für die eingetretenen Verluste und die Verzögerung der Verarbeitung dieser Daten in den Jahresabschlüssen 2004 und 2005 dieser Gesellschaften“ feststellen, die Schadenshöhe ermitteln und eventuelle Schadensersatzansprüche durchsetzen zu wollen. Die Versammlung wurde nach einer kurzen Pause um 12.20 Uhr fortgesetzt.
Kurz vor Beginn der Veranstaltung hatte Stein derweil seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr des Unternehmens bekräftigt, obwohl die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Für das Gesamtjahr rechnet er weiterhin mit einer leichten Umsatzsteigerung und mit einem positiven Konzernergebnis.





