Recorded & Publishing

Krings und Kampeter widersprechen Sikorski

Auch wenn die führenden Pop-Politiker der Union engagierte Kämpfer für das Urheberrecht sind, liegen sie doch nicht immer mit allen in der Musikwirtschaft auf einer Linie. Vor allem in der Frage nach einer Pauschalvergütung vertreten Steffen Kampeter und Günter Krings eine andere Position als die Musikverleger.

Auch wenn die führenden Pop-Politiker in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion engagierte Kämpfer für das Urheberrecht sind, so liegen sie jedoch nicht immer mit allen Bereichen der Musikwirtschaft auf einer Linie. Vor allem in der Frage nach der pauschalen Urhebervergütung vertreten Steffen Kampeter und Günter Krings eine andere Position als die Publisher.

Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands (DMV), betonte auf der Popkomm, dass ihre Mitglieder ausdrücklich für eine Beibehaltung der bestehenden Pauschalvergütung plädieren. DRM-Systeme wären „derzeit und in absehbarer Zukunft“ keine Lösung. Krings und Kampeter sehen das jedoch anders. Der technische Fortschritt ermögliche „neue Lösungen, die zu einer gerechteren Vergütung für Urheber und Verbraucher führen“, so die beiden Unionsabgeordneten. „Langfristig muss daher das Pauschalabgabensystem von einem Digitalen-Rechte-Management abgelöst werden.“

Mit dieser Ansicht befinden sich die Urheberrechtsexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf direktem Konfrontationskurs mit den Verlegern. DRM-Systeme seien „noch nicht ausgereift“, sagte Sikorski in Berlin. „Darüber hinaus bilden sich Widerstände gegen die Einführung von DRM-Systemen aufgrund des Datenschutzgesetzes, und hier insbesondere wegen des Schutzes der Privatsphäre.“ Schon deshalb müsse vom Grundsatz her die Pauschalvergütung bestehen bleiben.

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