Zur jährlichen Mitgliederversammlung der GEMA am 24. und 25. Juni legte Vorstandvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile den Geschäftsbericht vor. Der kann sich zwar sehen lassen, die Freude bleibt dennoch gedämpft. In seiner Rede wies Kreile darauf hin, dass die GEMA ihre Erträge trotz „einer speziellen Krise der Tonträgerindustrie“ gegenüber 2001 sogar noch einmal steigern konnte – von 810,5 Mio. Euro auf 812,5 Mio. Auch die Verteilungssumme ist abermals gestiegen – von 692,6 Mio. auf 693,8 Mio. Euro. Die Zuwächse gründen sich auf Einnahmen aus dem Bereich der Live-Aufführungen sowie aus dem Inkasso bei der mechanischen Musikwiedergabe. „Doch Sorge macht der Tonträgerbereich“, betonte Kreile, auch wenn dessen Ertragsrückgang von anderen Einnahmequellen kompensiert wurde. Zudem schlugen die Schwierigkeiten der privaten Fernsehwirtschaft negativ zu Buche. Mit einem „gewissen Unverständnis“ erwähnte Kreile die Vorstöße der Musikindustrie, bei der EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen eine Reduzierung der Tarife zu erreichen. „Wir stören den Wettbewerb nicht; das sind Versuche, die EU-Kommission mit falschen Behauptungen hinters Licht zu führen.“ Von der angemessenen Vergütung könne prinzipiell nicht abgewichen werden.
Kreile las die Leviten
Zur jährlichen Mitgliederversammlung der GEMA am 24. und 25. Juni legte Vorstandvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile den Geschäftsbericht vor. Der kann sich zwar sehen lassen, die Freude bleibt dennoch gedämpft.






