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Kostenlose iPods als Marketingidee

Die Internetseite freeiPods.com macht von sich reden: Jeder Nutzer, der sich bereit erklärt, ein Probe-Abo zu beziehen und fünf weitere Kunden zu werben, bekommt einen iPod oder 250 Dollar geschenkt.

Die Internetseite freeiPods.com macht mit einer ungewöhnlichen Marketingidee von sich reden: Jeder Nutzer, der sich bereit erklärt, ein Probe-Abo zu beziehen und fünf weitere Kunden zu werben, bekommt einen iPod oder 250 Dollar geschenkt. FreeiPods.com ist Medienberichten zufolge eine legale Seite, die von eBay, AOL und Columbia House unterstützt wird. Die Nutzer können zwischen zehn verschiedenen Angeboten, wie beispielsweise einem 45-tägigen AOL-Testabo, auswählen. Alle Abonnements sind kostenfrei und leicht kündbar. Nach Ablauf aller sechs in die Transaktion involvierten Probeabos erhält der Ursprungsabonnent den iPod oder das Geld. Das zunächst aufgrund misstrauischer Konsumenten nur zögerlich wahrgenommene Angebot findet immer mehr Freunde. Frischgebackene iPod-Besitzer fühlen sich zudem berufen, auf Websites wie FreeiPodGuide.com für die Unbedenklichkeit des Angebots zu werben. Hinter dem Angebot steckt die Firma GratisInternet, ein Unternehmen das als Dienstleister für andere Unternehmen Kunden akquiriert. Firmeneigner Peter Martin erklärt im Gespräch mit „Wired News“: „Ich kann die Skepsis verstehen. Aber es ist kein Betrug. Es ist 100 Prozent seriös.“ GratisInternet werde mit einer Kopfprämie dafür bezahlt, potenzielle Nutzer für die Online-Angebote ihrer Kunden zu gewinnen. Über die Höhe der Vergütung wollte das Unternehmen keine Angaben machen. Direkte Auftraggeber seien auch nicht die letztlich mit dem Angebot beworbenen Firmen sondern deren Marketingagenturen. Bei Analysten stößt das Geschäftsmodell auf Skepsis. Auch wenn Informationen und womöglich lebenslange Abonnements von fünf Nutzern ihr Geld wert seien – die Kosten eines iPods seinen damit schwer zu decken. Bisher hat GratisInternet nach eigenen Angaben 2500 iPods ausgeliefert. Es sollen inzwischen aber 200.000 weitere signups getätigt worden sein.