Die Live-Branche dürfe in Zukunft nicht zu selbstgefällig werden, warnte der Hauptredner der diesjährigen International Live Music Conference (ILMC) die Delegierten des dreitägigen Fachkongresses, der am 11. März in London zu Ende ging. Auch wenn die Tonträgerbranche in einer massiven Krise stecke, würden sich die Labels „nicht einfach zum Sterben hinlegen“, sagte Künstlermanager Carl Leighton-Pope.
„Unserer Branche geht es gerade besonders gut, aber die Plattenfirmen werden in immer mehr Geschäftsbereiche vordringen müssen. Die werden künftig mehr querdenken und lernen, dass es nicht nur ums Plattenverkaufen geht“, sagte Leighton-Pope den anwesenden Veranstaltern, Künstlermanagern und Spielstättenbetreibern. Die Labels würden sicherlich eine neue Position innerhalb der Wertschöpfungskette der Musikwirtschaft anstreben. Demnach würden Künstlerverträge der Labels künftig vermehrt in den Bereichen Merchandising, E-Commerce und Live Entertainment wildern.
Die Zeiten, da Hitalben für gute Ticketverkäufe gesorgt haben, seien vorbei. Heutzutage sei es genau umgekehrt: Erfolgreiche Tourneen könnten CD-Verkäufe beflügeln. Die Herausforderung für Veranstalter und Künstlermanager sei daher, sich ebenso quer in unterschiedliche Geschäftsbereiche zu verzweigen.





