“Wir haben im Dancebereich immer schon Wellenbewegungen erlebt. Problematisch waren nur die Übertreibungen auf beiden Seiten“, erklärt Jens Thele, Managing Director/Head of A&R bei Kontor Records, im Gespräch mit MusikWoche. Er spielt auf das Verhalten der Majors nach dem Abklingen des Dancebooms zu Beginn des Jahrtausends an. „Die Majors haben zum einen alle Dance Departments geschlossen, als sich ein Abschwung abzeichnete, und zum anderen gab es immer einen kommerziellen Overkill, wenn das Segment erfolgreich war. Kontor ist mittlerweile – und das soll nicht arrogant klingen – so etabliert, dass uns diese Übertreibungen nach oben und unten wirtschaftlich nicht berühren. So gab es bei uns nie eine Krise, aber ich kann und muss auch keine Lady GaGa aus dem Hut zaubern, um jetzt beim Danceboom schnell abzukassieren.“
Kontor-Chef Jens Thele über den Stellenwert des Dance-Aufschwungs
In seiner nun 14-jährigen Geschichte hat sich das Dancelabel Kontor eine feste Position im Markt erarbeitet. Das machte es von temporären und wirtschaftlichen Entwicklungen in diesem Segment unabhängiger. Auch deswegen will Kontor-Chef Jens Thele den aktuellen Danceboom nicht überbewerten.






