Am 25. Mai trafen sich hochrangige Gesetzesvertreter und Verbraucherschützer in Brüssel auf der ersten weltweiten Konferenz für die Bekämpfung von Güterfälschung. Sie forderten ein härteres Vorgehen gegen Fälscher und Piraten. Unter den Teilnehmern waren Interpol, die World Customs Organization (WCO) und die World Intellectual Property Organization (WIPO). Robert Nobel, Leiter der Abteilung Verbrechensbekämpfung bei Interpol, warnte die Regierungen in aller Welt auch vor der Gefahr des Missbrauchs gefälschter Produkte durch Terroristen: „Die potentielle Gefahr, die für die Öffentlichkeit von gefälschten Produkten in der Hand von organisierter Kriminalität und terroristischen Vereinigungen ausgeht, ist zu ernst, um von Regierungen und Gesetzgebern ignoriert zu werden.“ Auch der Leiter der WCO, Michel Danet, warnte vor der Unterschätzung von Konsumgüterfälschungen, die von Baby-Milch über T-Shirts bis hin zu Musik und Filmen reichen. Gerade im Lebensmittelbereich könnten gefälschte Produkte sogar tödlich sein. Der Schaden durch gefälschte Produkte wird auf jährlich 500 Mrd. Euro geschätzt. Allein an Raubkopien von Musik-CDs sollen organisierte Banden jedes Jahr 4,6 Mrd. Dollar verdienen. Die Kongressteilnehmer forderten die Regierungen auf, Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung von Fälscherbanden zu treffen und das Problem nicht an die Industrie zu delegieren.
Kongress gegen Fälscher und Piraten
Am 25. Mai trafen sich hochrangige Gesetzesvertreter und Verbraucherschützer in Brüssel auf der ersten weltweiten Konferenz für die Bekämpfung von Güterfälschung. Sie forderten ein härteres Vorgehen gegen Fälscher und Piraten.





