Der Deutsche Komponistenverband sieht die Kreativen durch die geplanten Neuregelungen zum Zweiten Korb des Urheberrechts bedroht. Der Entwurf benachteilige und entrechte die Kreativen eindeutig zugunsten der Interessen der Verwerter- und Nutzerindustrie, heißt es aus Berlin. Vor allem die Fünf-Prozent-Klausel ist den Komponistenvertretern ein Dorn im Auge:
„Die Koppelung der Vergütung an den Gerätepreis wäre sachfremd und nützt nur den hochprofitablen internationalen Industrieunternehmen“, klagt Jörg Evers, Präsident des Deutschen Komponistenverbands. „Das Preisdumping der Geräteindustrie, das in den letzten Jahren zu beobachten war, belegt, dass die Urheberabgabe auf keinen Fall von den Gerätepreisen abhängen darf. Der im Gesetz fixierte Anspruch der Urheber auf angemessene Vergütung würde durch diese Regelung ausgehebelt.“
Nun soll eine Briefaktion die Politiker aufrütteln: „Bitte stimmen Sie diesem Regierungsentwurf nicht zu“, fordert der Komponistenverband in Schreiben an die Bundestagsabgeordneten. Die Realisierung des Entwurfs würde für viele Urheber das Ende ihrer schöpferischen Arbeit bedeuten.
Gegen den Entwurf zum Zweiten Korb des Urheberrechts hat sich eine breite Front der Kreativen gebildet, Stimmen vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, vom VUT, dem DMV, der GEMA, Prof. Klaus-Michael Karnstedt, Prof. Dieter Gorny und Edgar Berger finden Sie in MusikWoche, Heft 45/2006 oder im livepaper.






