Beim größten unabhängigen Vertrieb der USA zeigt die Kurve weiter nach oben. Im laufenden Jahr rechnet Koch Entertainment mit einem Umsatzplus von rund 40 Prozent. In einem von den Majors dominierten Markt kann sich die Firma mit den österreichischen Wurzeln behaupten. Allein das hauseigene Label Koch Records kann derzeit fünf Alben in den Top 200 vorweisen. Hinzu kommen noch die Verkaufserfolge der anderen von Koch vertriebenen Labels. Nicht zuletzt deshalb liegt der Personalstand des Unternehmens heute höher als noch zu Jahresbeginn. Selbst die jüngsten Entlassungen im Vertrieb können diese Bilanz nicht trüben.
Der „Hollywood Reporter“ hatte letzte Woche noch gemeldet, dass im Bereich Field Marketing des Vertriebsaußendienstes 20 Mitarbeiter gehen müssen. „Völlig unwahr“, stellt CEO Michael Koch gegenüber musikwoche richtig. „Insgesamt verloren sechs von über 160 Mitarbeitern im Vertrieb ihren Job, nicht 20.“ Das Sales & Marketing Department bei Koch umfasst derzeit über 50 Angestellte, allein 30 davon sind im Außendienst tätig. Zählt man alle Bereiche des Unternehmens zusammen, kommt Koch auf über 200 Mitarbeiter.
Dank der Zuwächse verzeichnet der Indie einen Anteil von rund zwei Prozent am US-Markt. Und im Vergleich mit allen Independent-Vertrieben hat Koch Entertainment Distribution laut Robert Koch sogar die Nase vorn: „KED hat den größten Marktanteil unter den Indies in den USA und Kanada – auch wenn man Caroline (EMI), ADA (Warner), RED (Sony BMG) und künftig Fontana (Universal) dazuzählt – obwohl diese Unternehmen natürlich keine echten ‚Independent‘-Vertriebsfirmen sind, sondern Ableger und 100-prozentige Töchter der Majors.“ Der Vice President International sieht somit eher Navarre als wichtigsten „echten“ Indie-Konkurrenten. Und der hat bereits weit reichende Umstrukturierungen angekündigt.






