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Knowles gibt dem Nachwuchs Ratschläge

Matthew Knowles, Vater und Manager von Beyoncé, rät europäischen Künstlern, sich mehr auf den eigenen Musikmarkt zu konzentrieren. Ein Vertrag bei einer Indie-Firma und der Erfolg in Europa seien im heutigen Musikgeschäft eine bessere Grundlage als ein Major-Deal und der Blick in die Staaten.

Matthew Knowles, Vater und Manager von Beyoncé, rät europäischen Künstlern, sich mehr auf den eigenen Musikmarkt zu konzentrieren. Ein Vertrag bei einer Indie-Firma und der Erfolg in Europa seien im heutigen Musikgeschäft eine bessere Grundlage als ein Major-Deal und der Blick in die Staaten. Knowles bezog damit in den britischen Medien Stellung zu der Diskussion, ob Oasis und Robbie Williams wirkliche Superstars seien, obwohl sie in den USA nie so erfolgreich waren wie in Europa. „Eine Menge Leute glauben, dass sie sich auch in Amerika durchsetzen müssen, um anerkannt zu werden“, erzählt Knowles. Mit Beyoncé und Destinys Child habe er als Manager außerhalb der USA mehr CDs verkauft als in den Staaten selbst. Die Bedeutung des US-Marktes werde daher seiner Meinung nach überbewertet. Den Erfolg von Destiny’s Child und Beyoncé führt der Selfmade-Manager auf eine gute Mischung aus harter Arbeit und der nötigen Portion Glück zurück.

Matthew Knowles gab seinen früheren Job auf, als Beyoncé zwölf Jahre alt war. Fortan kümmerte er sich um die Vermarktung seiner Tochter und ihrer Band Destiny’s Child. Wie er im britischen Fernsehen sagte, will er seine Erfahrung weitergeben und rät heutigen Nachwuchskünstlern bei ihrem Start ins Musikgeschäft, nicht nur aufs Geld zu schauen, denn ein Deal könne manchmal auch zu groß für eine Band sein. Für den Anfang sollte man sich laut Knowles daher lieber ein gutes Indie-Label suchen. Nachdem Beyoncé sich in letzter Zeit mehr auf ihre Solokarriere konzentrierte, wendet sie sich bald wieder Destiny’s Child zu. Am 16. November erscheint mit „Destiny Fulfilled“ das neue Album des Trios, dem neben Beyoncé auch Kerry Rowland und Michelle Williams angehören.