Das Independent-Unternehmen Kitty-Yo Music Productions hat die Insolvenz der vor rund zwei Jahren gegründeten GmbH angemeldet. Bis Ende Januar soll nun ein vom Amtsgericht Charlottenburg eingesetzter Insolvenzverwalter die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens prüfen.
Firmenchef Raik Hölzel, der das Unternehmen vor rund zwölf Jahren mit aus der Taufe hob, will die Labelgeschäfte aber auch künftig mit der Personengesellschaft Kitty-Yo international weiterführen und setzt dabei auf exklusive Digitalveröffentlichungen, wie er im Gespräch mit MusikWoche bestätigte. Das Vorgehen sei ein konsequenter Schritt zum richtigen Zeitpunkt, um nach vorn zu gehen und nicht länger mit dem Rücken zur Wand agieren zu müssen. Physische Veröffentlichungen wolle er nicht ausschließen, aber digital sei künftig erste Wahl.
„Das ist die Vertriebsform der Zukunft“, hatte Hölzel bereits zuvor dem „Tagesspiegel“ gesagt. Während Kitty-Yo im physischen Bereich in den vergangenen Jahren Umsatzeinbußen von 50 Prozent zu verbuchen hatte, seien die Einnahmen aus dem Digitalgeschäft „seit Mitte letzten Jahres um mehrere 100 Prozent geradezu explodiert“.
Im Digitalgeschäft will Hölzel, der sich im Independent-Verband zudem für den Bereich VUT Digital engagiert, auch künftig mit finetunes arbeiten. Im physischen Bereich sollen voraussichtlich ab dem Frühjahr 2007 Indigo und Hausmusik die Verfügbarkeit von Titeln aus dem Backkatalog des Labels sichern, letzter Vertriebspartner war Intergroove.
Am Mitarbeiterstamm soll sich zunächst nichts ändern, auch die Künstler würden mitziehen. So seien Digital-Releases von Chikinki und Jahcoozi ebenso fix geplant wie ein Live-Werk von Jimi Tenor.







