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Kingfisher verkauft ProMärkte für einen Euro

Der britische Handelskonzern Kingfisher fand einen Käufer für seine deutschen Elektrofachmärkte der ProMarkt-Gruppe. Die neuen Eigentümer, die die Märkte für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen haben, sind keine Unbekannten im Geschäft.

Der britische Handelskonzern Kingfisher fand in den früheren ProMarkt-Chefs, den Brüdern Michael und Matthias Wegert, einen Käufer für seine deutschen Elektrofachmärkte der ProMarkt-Gruppe. Laut Kingfisher-Chairman Francis Mackay sichere dieser Schritt kurzfristig die Zukunft der Handelskette und ihrer Angestellten. Die neuen Eigentümer übernahmen die Märkte zum symbolischen Preis von einem Euro. Außerdem schießt Kingfisher für die Kosten des laufenden Geschäftsbetriebs 55 Millionen Euro zu, und stellt einen Kredit in Höhe von weiteren 32,5 Millionen Euro für die Saisongeschäfte in den Jahren 2003 und 2004 bereit. Die Wegerts übernehmen im Rahmen dieses Abkommens 92 Pro- und MakroMärkte in Deutschland und Österreich, 93 Outlets der Handelskette Foto-Radio Wegert, ein Fotolabor und das Onlinegeschäft der ProMarkt-Gruppe mit zusammen rund 3500 Mitarbeitern. Nach Kingfisher-Informationen fuhr die ProMarkt-Gruppe im abgelaufenen Jahr Verluste in Höhe von rund 53 Millionen Euro ein, insgesamt muss Kingfisher voraussichtlich Abschreibungen in Höhe von fast 290 Millionen Euro für sein ProMarkt-Engegament einplanen. Die Briten hatten die Kette zwischen und von den Wegerts übernommen.