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KI und Kreative im ­kulturpolitischen ­Niemandsland der EU

Der Kulturausschuss des Europäischen Parlament will es wissen und lädt zu Anhörung „Empowering Creators In The Age Of AI“. Eine gut zusammengestellte Runde von Fachkräften gewährte am 20. Mai 2025 den Mitgliedern des Ausschusses Ein- und Ausblick über das Für und Wider von KI in der Kreativwirtschaft.

Nein, die Nützlichkeit und der Gebrauch von KI-Anwendungen für kreative Errungenschaften oder Erzeugnisse wurde keineswegs infrage gestellt. Im Gegenteil, die Vorzüge wurden benannt, die Lust auf Neues und Experimente betont. Zugleich wurde aber auch der Bedarf an Regulierung angesprochen. Wird doch zunehmend deutlich, dass der ab Juni 2024 angenommenen AI-Acts auf EU-Ebene bei weitem noch nicht die allumfassende Lösung eines Regelwerks bietet, die diese innovative Technologie erfordert. Vier Vorträge wurden geboten, jeder für sich thematisch überzeugend. Unter der Überschrift „AI And Culture: Creating An Ethical Market“ eröffnete die Professorin Alexandra Bensamoun als bestellte Expertin für das französische Kulturministerium den Reigen der Reden. Ihr folgte Ivona Tautkute-Rustrecka aus Polen, welche mit „What Feeds The Machine: An Artist’s View On Consent, Training Data, And The Creative Potential Of Custom AI“ eine relevante Kombination von Frage und Antwort in der persönlichen Anwendung von KI als Künstlerin und zugleich Programmiererin erläuterte. Anhand eines KI-Avatars erklärte der bulgarische Unternehmer Svetoslav Georgiev das Thema „The Impact Of AI-Generated Digital Persons In The Development And Promotion Of Social And Public Causes“. Abba-Mitglied Björn Ulvaeus widmete sich in seiner Funktion als Präsident der CISAC, dem Dachverband der Urheberrechtsverwertungsgesellschaften, widmete sich der Frage „Creators And Their Rights In The Age Of AI“.

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