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Kennedy verteidigt Vorgehen gegen P2P-Nutzer

Mit ihrem bislang größten Schlag gegen eine P2P-Plattform sorgten die Piraterieverfolger der Musikwirtschaft am 23. Mai bundesweit für Aufsehen. IFPI-Chairman John Kennedy rechnet derweil damit, noch lang auf solche Aktionen setzen zu müssen.

Mit ihrem bislang größten Schlag gegen eine P2P-Plattform sorgten die Piraterieverfolger der Musikwirtschaft am 23. Mai bundesweit für Aufsehen. IFPI-Chairman John Kennedy rechnet derweil damit, noch lang auf solche Aktionen setzen zu müssen:

„Wir sind nicht scharf darauf, Leute zu verklagen. Wenn die Menschen lernen und ihr Verhalten änderten, das wäre phantastisch“, sagte Kenedy im Gepräch mit „Spiegel online“. „Aber ich fürchte, wir werden diese Kampagne noch eine ganze Weile fortführen müssen.“

Die Branche wisse, dass solche Vorstöße in der Öffentlichkeit nicht bei jedem gut ankämen, allerdings wachse inzwischen auch das Verständnis für das Vorgehen der Phonowirtschaft. „Wir warten auf den Tag, an dem all das nicht mehr nötig ist. Die Internet-Serviceprovider könnten viel dazu beitragen, wenn sie sich nur dazu entschließen könnten.“

Künftige Ziele der Piraterieverfolger wollte Kennedy nicht nennen, allerdings sei auch BitTorrent „nicht immun“, betonte er.

Während Kennedy von den Bemühungen um das Urheberrecht in Ländern wie Russland noch nicht überzeugt ist, hält er Preise von 99 Cent für einen Musikdownload für absolut gerechtfertigt: „Was kostet sie eine Busfahrkarte, eine für den Zug, eine Tasse Kaffee, eine Dose Cola? Mir fallen nicht viele Dinge ein, die ich für 99 Cent kaufen kann, und die auch nach zehn Jahren noch einen Wert besitzen.“

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