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Kellersmann will Klassik-Image entstauben

Mit dem Format „Sunday Night Classics“ wollen Universal Classics, MME und das ZDF eine neue Ära in der Präsentation klassischer Musik im Fernsehen einläuten. Doch auch Popstars finden Platz in dem grenzüberschreitenden Konzept.

“Klassische Musik ist zu schön, um in Nischen Staub anzusetzen“, bekräftigt Christian Kellersmann, Managing Director Universal Classics & Jazz. Mit „Sunday Night Classics“ entstehe nun eine „Plattform, um eine traditionsreiche, sich im Wandel befindliche Musik angemessen zu zelebrieren und jüngeren Zuschauern vorzustellen und sinnlich erfahrbar zu machen.“ Als idealen Partner bezeichnet Kellersmann deshalb die Produktionsfirma MME, die mit Formaten wie „The Dome“ oder „Top Of The Pops“ schließlich „unschlagbare Erfahrung in der Umsetzung von Musik für ein junges Publikum“ erworben habe. Das ZDF sei als Sender erste Wahl aufgrund der hohen Kompetenz der Mainzer mit Klassikprogrammen wie den „Echo Klassik“-Übertragungen. „Zudem hat die Redaktion Musik unser modernes Konzept mit sehr viel Enthusiasmus, Liebe und Leidenschaft unterstützt“, berichtet Kellersmann.

Zur Premiere präsentieren Marco Schreyl („Hallo Deutschland“, „Der große Preis“) und die frühere „Bravo TV“-Moderatorin Enie van de Meiklokjes am 16. November um 22 Uhr neben Klassik-Hochkarätern wie den Opern-Heroen Luciano Pavarotti und Renée Fleming oder Pianist Jean Yves-Thibaudet auch Popgrößen wie Rosenstolz oder Sting im Duett mit Mary J. Blige – ebenso wie Chansonette Juliette Gréco, deren Musik laut Kellersmann ein perfektes Bindeglied zwischen E- und U-Musik darstelle. Diese Grenzen aufzuheben, Klassik als populäre, zeitgemäße Musik im Dialog mit anderen Stilrichtungen vorzustellen – dies beschreibt Kellersmann als Ziele der Sendung. Sie soll helfen, mit dem Vorurteil aufzuräumen, klassische Musik sei „per se ernst, kompliziert, sperrig, verstaubt und nur schwer konsumierbar“.

Die Auswahl der beteiligten Künstler erfolgt in Absprache mit einem dreiköpfigen Beirat, dem Dirigent Zubin Mehta, Filmmusik-Komponist Hans Zimmer und Irene Schulte-Hillen, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsches Musikleben, angehören. Der Beirat sucht zudem hoffnungsvolle Nachwuchstalente aus, die in der Sendung ein Forum erhalten. Neue Wege will das Format auch in der optischen Gestaltung gehen mit einem Bühnenbild, das unter Mitwirkung der international gefeierten Künstlerin Rosemarie Trockel entstand. PR-Partner Kruger Media akquirierte laut Geschäftsführer Michael Frohoff bereits redaktionelle Beiträge in „Spiegel“, „Bunte“, „Gala“, „Stern“, „taz“, in Stadtmagazinen und selbst dem Jugendmagazin „Yam“, für dessen Klientel eben Enie van de Meiklokjes als Moderatorin Aufmerksamkeit wecke. Universal Classics wird einen Tag nach der Sendung eine begleitende CD-Compilation veröffentlichen.