Recorded & Publishing

Keine Indies bei Europas iTunes Store?

Glaubt man der britischen Vereinigung der Independent-Labels, AIM, dann wird beim für heute erwarteten Start des europäischen iTunes Music Store kein Repertoire von unabhängigen Firmen verfügbar sein. Die AIM spricht von gescheiterten Verhandlungen.

Glaubt man der britischen Vereinigung der Independent-Labels, Association of Independent Music (AIM), dann wird beim für heute erwarteten Start des europäischen iTunes Music Store kein Repertoire von unabhängigen Firmen verfügbar sein. Die AIM spricht von gescheiterten Verhandlungen mit Apple: Zahlreiche Verbandsmitglieder hätten sich nicht mit dem Computer-Hersteller einigen können. Apple hätte sich sehr kurzfristig an die Labels gewandt, mit den Indie-Verbänden in Frankreich (UPFI), Deutschland (VUT) und Schweden (SOM) hätte es nur sporadischen Kontakt gegeben. AIM-Chefin Alison Wenham bedauerte diese Entwicklung: „Wir freuen uns auf den Start von iTunes in Großbritannien, aber wir sind auch enttäuscht, dass es bislang zu keiner Einigung bezüglich der Lizenzkonditionen gekommen ist.“ Laut AIM macht das Indie-Repertoire immerhin 22 Prozent des europäischen Markts aus. Um zwölf Uhr deutscher Zeit beginnt in London die Pressekonferenz, bei der Apple mehr verraten will. Bereits vorher schwirren Gerüchte im Netz: Angeblich startet der iTunes Music Store vorerst nur in UK, Irland, Dänemark, Finnland und Norwegen. Zudem kooperiert Apple dem Vernehmen nach bei seinem Euro-Start mit AOL. musikwoche ist vor Ort und wird diesen Fragen auf den Grund gehen.

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