Nach nur drei Wochen der Zahlungsunfähigkeit ist die britische Facheinzelhandelskette Music Zone endgültig am Ende. Der Insolvenzverwalter Deloitte erklärte am 25. Januar, dass man die Suche nach einem Käufer für die Reste des Unternehmens aufgegeben habe.
In der verfügbaren Zeit sei es nicht gelungen, jemand zu finden, der die verbliebenen 72 Filialen übernehmen wollte. Es hat daher keinen Sinn mehr, den Betrieb noch länger aufrechtzuerhalten. Von der Schließung sind nun weitere 775 Mitarbeiter betroffen. Als potenzieller Käufer im Gespräch war zuletzt der Musikhändler Fopp. Allerdings standen der Übernahme wohl nicht beglichene Forderungen der Zulieferer in Höhe von zwölf Millionen Pfund, umgerechnet rund 18 Millionen Euro, im Wege.
Am 17. Januar hatte Deloitte die ersten 31 Geschäfte aufgelöst in der Hoffnung, die Kette dadurch attraktiver für potenzielle Käufer zu machen. Music Zone war kurz nach Jahreswechsel in Folge eines sehr schwachen Weihnachtsgeschäfts vom Insolvenzverwalter übernommen worden. Die Kette war zuletzt der drittgrößte Facheinzelhändler in Großbritannien hinter HMV und Virgin.





