Der Oberste Gerichtshof in Australien beschäftigt sich in einer Anhörung mit den Verstößen der P2P-Börse KaZaA gegen die im November verhängten Gerichtsauflagen. Die Betreiber der Tauschbörse haben es bisher versäumt, ein Filtersystem zu installieren, das nicht lizenzierte Inhalte aussortiert. Am 30. Januar müssen nun diverse Parteien, die an der Tauschbörse beteiligt sind, vor Gericht erscheinen. Zur Anhörung vorgeladen wurden neben Sharman Networks und CEO Nikki Hemming auch die Unternehmen LEF Interactive, Brilliant Digital Entertainment Inc., Altnet Inc. und dessen CEO Kevin Bermeister.
Zuvor hatten Vertreter der Musikbranche ihre Vorwürfe bei Gericht eingereicht. „Nachdem die Betreiber zugesagt haben, dass Filtersystem zu installieren, haben sie nichts weiter unternommen, um die Verstöße gegen das Urheberrecht zu unterbinden“, erklärte IFPI-Chairman und -CEO John Kennedy. Dadurch hätten sie der Branche keine andere Wahl gelassen. Kennedy forderte die Betreiber dazu auf, „keine weiteren Ausflüchte zu machen“ und das Filtersystem einzurichten. Die im November verhängte Anordnung folgte auf das Urteil vom 5. September, das die Betreiber von KaZaA für die Urheberrechtsverletzungen verantwortlich macht. Ein Termin für die Revisionsverhandlung wurde für Februar angesetzt.





