Während die US-Branchenverbände RIAA und MPAA erwägen, den Freispruch für die P2P-Netze Grokster und Morpheus per erneuter Revisionsklage vor dem obersten Gerichtshof der USA anzufechten, sehen die Betreiber von Tauschbörsen ihre Position bestätigt und wollen mit den Rechteinhabern ins Geschäft kommen. Nikki Hemming, CEO von Sharman Networks – der Firma, die KaZaA vertreibt -, zeigte sich angesichts der Gerichtsentscheidung aus San Francisco erfreut und bezeichnete das Urteil als „ein fantastisches Ergebnis für die Peer-to-Peer-Community“. Das Urteil „könnte durchaus Einfluss auf andere Verfahren auf der ganzen Welt haben“. Sharman Networks mit Sitz im australischen Sidney erwartet ab Mitte November ebenfalls einen Prozess wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen. Hemming appellierte nun an die Entertainmentindustrie, die Klagewelle gegen Tauschbörsen einzustellen und stattdessen Partnerschaften anzustreben. „Gesetzesänderungen sind keine Lösung, die Vermarktung von P2P sehr wohl.“ Ron Dorman, Rechtsbeistand von Sharman in den USA, will indes nach dem Urteil vom 19. August nun einen Gerichtsbeschluss erwirken, der KaZaA in den USA zur legalen Applikation erklärt. Gleichwohl zeigt Dorman sich vorsichtig und merkt an, dass das kalifornische Berufungsgericht auch einen deutlichen Fingerzeig in Richtung der Filesharer gegeben hat. P2P-Nutzer müssten mit der Software verantwortungsvoll umgehen.
Termin für Prozess gegen Kazaa steht (12.07.04)






