Recorded & Publishing

KaZaA kauft sich frei

Die Phonowirtschaft hat sich mit den Betreibern der P2P-Tauschbörse KaZaA außergerichtlich auf die Zahlung einer Entschädigungssumme von gerüchteweise mehr als 100 Mio. Dollar geeinigt. Außerdem kündigten die Betreiber zum wiederholten Male ein Filtersystem an.

Die Phonowirtschaft hat sich mit den Betreibern der P2P-Tauschbörse KaZaA außergerichtlich auf die Zahlung einer Entschädigungssumme geeinigt. Das gab die Londoner IFPI-Zentrale im Rahmen ihrer Veröffentlichung des Piraterieberichts 2006 bekannt. Finanzielle Details gab die IFPI zunächst nicht Preis, gerüchteweise war jedoch von Summen von 100 bis 115 Mio. Dollar zu hören.

Außerdem kündigten die Betreiber zum wiederholten Male an, ein Filtersystem zu installieren, das nicht lizenzierte Inhalte aussortiert.

Damit kommt KaZaA den Forderungen der internationalen Musikindustrie nach, die dies bereits im Dezember 2005 in einer Sammelklage gefordert hatten. Das Bundesgericht Australiens hatte zuvor in einem Urteil entschieden, dass Sharmann Networks, Mutterfirma von KaZaA, zu Urheberrechtsverletzungen beigetragen habe. „Kazaa war eine internationale Urheberrechtsverstoß-Maschinerie, die die ganze Branche geschädigt und den Wachstum des digitalen Geschäftes behindert hat“, sagte IFPI-Chef John Kennedy. „Jetzt wird es sich zu einem Dienst wandeln, der seine Software für legale Wege einsetzen wird.“

Dazu ergänzt Mitch Bainwol, Chairman und CEO des US-Branchenverbandes RIAA: „Das sind gute Nachrichten für die Musikindustrie und das ganze Onlinegeschäft“, erklärte er. „Die Sieger dieser Einigung sind die Nutzer, die Labels und unsere Partner aus der Technologiebranche.“ Mit dieser Entscheidung sei ein positives Signal für das Musikgeschäft gesetzt worden, so Bainwol weiter.

Mehr zum Thema