Recorded & Publishing

Kauft EMI nun Warner oder BMG oder umgekehrt?

Die Gerüchte um EMI, Warner Music und BMG wollen kein Ende nehmen. Nun heißt es wieder, EMI wolle die Warner Music Group (WMG) aus dem Konzernverbund von AOL Time Warner heraus kaufen.

Die Gerüchte um EMI, Warner Music und BMG wollen kein Ende nehmen. Nun heißt es wieder, EMI wolle die Warner Music Group (WMG) aus dem Konzernverbund von AOL Time Warner heraus kaufen. So berichtet es zumindest heute das „Wall Street Journal“ (WSJ). Beide Unternehmen seien im Anfangsstadium der Verhandlungen, aber auch BMG sei immer noch ein Übernahmekandidat für EMI, so das „WSJ“. Am 20. und 21. Februar lauteten die Gerüchte noch auf eine mögliche Fusion von EMI mit BMG. Bereits am Tag vor der Echo-Verleihung berichtete indes die „New York Post“ erstmals über einen Verkauf der WMG an EMI. Insgesamt gibt es derzeit abseits all dieser Spekulationen allerdings nur wenig konkretes. Laut „WSJ“ soll EMI der vermeintliche Warner-Deal nun zwischen drei und vier Milliarden Dollar kosten („NY Post“ am 14. Februar: 3,5 Milliarden Dollar). Dabei weiß niemand, mit welchem Geld EMI diesen Kauf finanzieren will: Der Kurs der EMI-Aktie dümpelt auf einem historischen Tiefststand (rund 107 Pence), die Schuldenlast liegt bei etwa 1,6 Milliarden Dollar und Analysten halten EMI für den eigentlichen Übernahmekandidaten. Hartnäckig hält sich jedoch das Gerücht, dass womöglich Zomba-Gründer Clive Calder hinter der EMI-Offerte steckt. Mit seinen 2,7 Milliarden Dollar, die er beim Verkauf seiner Firma an Bertelsmann erlöste, könnte er zusammen mit EMI auf Brautschau gehen. Zudem vermuten Beobachter, dass EMI im Fall einer Übernahme der WMG einen seiner dann zwei Musikverlage abstoßen würde. EMI Music Publishing und Warner/Chappell könnten laut US-Medien je zwei Milliarden Dollar Verkaufspreis erzielen. Zudem rechnet in der Branche niemand mehr mit einem Widerstand der Kartellwächter, wie bei den letzten Fusionsversuchen.

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