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Karstadt will Umsatzausfälle auffangen

Die KarstadtQuelle AG verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Umsatzminus von zwei Prozent. Der Vorsteuerertrag brach deutlich ein. Konzernchef Wolfgang Urban will den Umbau des Unternehmens nun beschleunigen.

“Wir sind einer der wenigen Konzerne weltweit, der über eine erfolgreiche Multi-Channel-Strategie verfügt“, erklärte Wolfgang Urban, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle AG, bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres am 18. November. Künftig soll sich der kürzlich im Kerngeschäft Handel vom Generalisten zum Spezialisten entwickeln. Das Ziel sei ein integrierter Handels- und Dienstleistungskonzern. Dazu will Urban strategische Allianzen und Partnerschaften schließen. Außerdem Karstadt die Warenbeschaffung. Allein im dritten Quartal erzielte KarstadtQuelle ein knappes Umsatzplus von 0,3 Prozent, der stationäre Einzelhandel fuhr ein Umsatzminus von 6,3 Prozent ein. Die 289 Fachgeschäfte unter dem Dach von KarstadtQuelle, darunter WOM World of Music und Schaulandt, verbuchten von Juli bis September bei Umsätzen von rund 768 Millionen Euro Umsatzeinbußen von 6,1 Prozent. Nach den ersten neun Monaten belief sich das konzernweite Umsatzminus auf zwei Prozent, der stationäre Einzelhandel verzeichnete 8,3 Prozent weniger Umsatz. Das Unternehmen weitete den Vorsteuerverlust um fast 200 Prozent auf Minus 293,4 Millionen Euro aus. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet Karstadt unverändert mit einem Umsatzminus von drei Prozent und einem Ergebnis von 250 Millionen Euro.