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Karstadt schwach ins Jahr gestartet

Der KarstadtQuelle-Konzern verbuchte im Januar 2005 ein Umsatzminus von rund zehn Prozent. Obwohl sich die Geschäftsentwicklung seit Februar verbessert habe, gerät laut Medienberichten Konzernchef Christoph Achenbach unter Druck.

Der KarstadtQuelle-Konzern verbuchte zu Jahresbeginn im traditionell schwachen Januar ohne Einbeziehung der zum Verkauf vorgesehenen Fachgeschäftsketten ein Umsatzminus von rund zehn Prozent. Als Gründe nennen die Essener den weggefallenen Winterschlussverkauf und den Verzicht auf Rabattschlachten. Zudem habe sich die Umsatzentwicklung seit Anfang Februar verbessert und bewege sich derzeit prozentual im einstelligen Minusbereich.

Dennoch gerät nun Konzernchef Christoph Achenbach unter Druck: Die „WirtschaftWoche“ will erfahren haben, dass Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff bereits in den kommenden Wochen einen Wechsel an der Konzernspitze anstrebe. Allerdings schiebt das Magazin gleich ein Dementi Middelhoffs nach. Laut „WirtschaftWoche“ soll zudem der Stuhl von Arwed Fischer wackeln, Vorstandschef der Karstadt-Versandhandelstöchter Quelle und Neckermann. Eine Personalberatung sei mit der Suche nach Ersatz für beide Positionen zu suchen. An der Börse sorgten die Nachrichten für Kursschwankungen: Die im MDax gelistete Karstadt-Aktie startete nach einem Vortagesschluss von 8,35 Euro zunächst mit Abschlägen, stieg dann am Vormittag kurzfristig auf mehr als 8,40 Euro und gab bis zum frühen Nachmittag im Vergleich zum Vortageskurs um mehr als zwei Prozent auf 8,15 Euro nach.