Nach nur zwei Monaten im Amt ist Ulrich Schwab, der Geschäftsführer des Füssener „Ludwig²“-Musicals, wieder entlassen worden. Schwab war als Sanierer engagiert worden, denn auch das neue Ludwig-Musical hatte zuletzt nur noch eine Besucherauslastung von rund 50 Prozent.
Nun stellte Dieter Döbler, der Gesellschafter-Sprecher des Festspielhauses Neuschwanstein, mit Karlheinz Zierold den neuen Geschäftsführer vor. Zierold, Betriebsdirektor und Chefdisponent beim Staatstheater Nürnberg, verfüge über eine langjährige Erfahrung sowohl im Musiktheater- als auch im Fernseh- und Rundfunkbereich und soll das Festspielhaus Neuschwanstein wieder „in ruhigeres Fahrwasser“ leiten, so Döbler.
Seit mehreren Wochen brodelt es hinter den Kulissen des Festspielhauses am Forggensee. Nach heftigen Turbulenzen bei einer vorgezogenen Gesellschafterversammlung am 21. Juni wurde schließlich die Trennung von Schwab beschlossen.
Der gelernte Kaufmann Karlheinz Zierold (54) arbeitet seit 1977 für deutsche Theater bzw. Rundfunk- und Fernsehanstalten: zunächst in leitender Position für den Chor des Staatstheaters Stuttgart, danach bei den Städtischen Bühnen Frankfurt/M. und als stellvertretender Intendant am Musiktheater im Revier (Gelsenkirchen). Ende der 80er Jahre war Zierold für den SFB tätig und als Abteilungsleiter Klangkörper für den Bayerischen Rundfunk, bevor er beim damaligen SDR Fernsehunterhaltungschef wurde. 1993 wechselte Zierold als Direktor Musikalischer Bereich an die Bayerische Staatsoper/Nationaltheater München, 1998 als Intendant zu den Münchner Symphonikern. Seit zwei Jahren führt Karlheinz Zierold am Staatstheater Nürnberg den Geschäftsbereich Betriebsdirektion/Chefdisposition.






