Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßte am Freitag mittag beim Start des Download-Portals popfile.de die unternehmerische Initiative von Universal Music. Nur für legale Online-Angebote könne die Politik einen sicheren Marktplatz schaffen. Bei einer Pressekonferenz vor rund 250 Journalisten im Gebäude von Universal Music betonten Schröder und Universal-Chairman und CEO Tim Renner in Gegenwart von Politikern und Wirtschaftsvertretern die Notwendigkeit von Innovationen, um die aktuellen Probleme der Musikbranche in den Griff zu bekommen. Renner beklagte dabei unter anderem die schwindenden Promotionmöglichkeiten für Plattenfirmen in öffentlich-rechtlichen Medien. So seien neue Künstler in den formatierten und auf Hits spezialisierten Radioprogrammen kaum noch unterzubringen. „Innovation ist aber nur dann möglich, wenn man sich – auch mit Druck – gegen diejenigen Interessengruppen durchsetzt, die immer noch an althergebrachten Überzeugungen festhalten wollen,“ so Renner. Deshalb sei gerade in diesen für die Musikwirtschaft harten Zeiten unternehmerisches Wagnis gefordert, wie Universal dies mit popfile.de versuche. Der Kanzler pflichtete Tim Renner im Grundsatz bei. Es sei Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für Innovationen zu schaffen: „Diesen Rahmen werden wir schaffen. Ich finde ein Angebot wie popfile.de einen lobenswerten Ansatz gegen illegale Quellen.“ Schröder betonte, dass die Politik aber nur dann einen entsprechenden Rahmen für neue Geschäftsmodelle schaffen könne, wenn die Industrie auch einen Markt hierfür schaffe. Die Nachfrage der Fans sei angesichts millionenfacher Downloads von vornehmlich illegalen Websites offensichtlich. Sobald die Industrie mit legalen Geschäftsmodellen reagiere, werde die Regierung sich für den Schutz dieser Modelle einsetzen, so Schröder.
„






