Mit HMV Canada, Music World/Pindoff und Sunrise Records haben drei kanadische Handelsketten im Laufe der Woche alle Tonträger, Videos und Merchandising-Artikel der Rolling Stones aus Ärger über einen Exklusiv-Deal der Formation mit der Best-Buy-Gruppe aus dem Programm genommen. Best Buy hatte kürzlich über das Management der britischen Rocker ausgehandelt, die in den USA und Kanada am 11. November zur VÖ anstehende Box „Four Flicks“ mit vier DVDs zunächst für rund vier Monate exklusiv vermarkten zu dürfen. „Wir fühlen uns mies behandelt“, erklärte Humphrey Kadaner, als President von HMV Canada zuständig für 100 Geschäfte, der Zeitung „Globe & Mail“: „Wir sind der führende Händler für Musik und DVDs in Kanada und haben die Rolling Stones über all‘ die Jahre unterstützt.“ Wenn die HMV-Kunden nun nicht gut genug seien, Zugriff auf neue Stones-Produkte zu haben, dann seien es die Stones auch nicht wert, andere Produkte in den HMV-Regalen zu haben, ergänzte er gegenüber der „National Post“. Das Blatt zitiert auch Dan Kuczkowski, als General Manager für 93 von der Pindoff-Gruppe betriebene Music-World-Outlets verantwortlich: „Es gibt einen Punkt, an dem man eine Entscheidung auch für die Zukunft des eigenen Unternehmens treffen muss: Was mache ich denn sonst das nächste Mal, wenn es sich vielleicht um Shania, Britney oder Pink dreht?“ Gegenüber der Agentur Reuters meinte schließlich Tim Baker, Chefeinkäufer für alle 29 Sunrise-Outlets, Loyalität sei ein beiderseitiges Geschäft: Ein Exklusiv-Deal wie der zwischen Best Buy und den Rolling Stones „stinkt nach Habgier“.
Kanadische Händler werfen Stones aus den Regalen
Drei kanadische Handelsketten haben alle Tonträger, Videos und Merchandising-Artikel der Rolling Stones aus Ärger über einen Exklusiv-Deal der Formation mit der Best-Buy-Gruppe aus dem Programm genommen.






