Recorded & Publishing

Kanadas Branche wächst wieder

Die kanadische Musikbranche befindet sich auf dem Weg der Besserung. Im Jahr 2004 konnte der nationale Verband CRIA nach sechs Jahren erstmals wieder Zuwächse vermelden.

Die kanadische Musikbranche befindet sich auf dem Weg der Besserung. Im Jahr 2004 konnte der nationale Verband Canadian Recording Industry Association (CRIA) nach sechs Jahren erstmals wieder Zuwächse vermelden. Bei den an den stationären Handel ausgelieferten Stückzahlen bleibt unterm Strich ein Plus von fünf Prozent, die Umsätze stiegen aufgrund gefallener CD-Preise nur um ein Prozent. In dieser Statistik sind Online-Umsätze durch Versender wie Amazon oder Downloadanbieter wie Puretracks, iTunes oder Napster nicht enthalten.

Zum Wachstum trug vor allem die DVD bei, deren Stückzahlenabsätze im Jahresvergleich um 24 Prozent anstiegen. Die endgültigen Jahreszahlen wird die CRIA erst in einigen Wochen veröffentlichen, doch der neue Verbandschef Graham Henderson sprach der Branche neuen Mut zu. Die kanadischen Plattenfirmen haben in sechs Jahren über 30 Prozent ihrer Umsätze verloren, nicht zuletzt aufgrund vergleichsweise liberaler Urheberrechtsstandards, die P2P-Diensten leichtes Spiel lassen. Die Labels hätten mit dieser Bilanz „nahezu ein Wunder vollbracht“, so Henderson, dabei jedoch anmerkte: „Wir sollten nun aber nicht glauben, dass wir das Schlimmste schon hinter uns haben.“

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