Die kanadische Tonträgerbranche kann den Abschwung allem Anschein nach bremsen. Trotz juristischer Niederlagen gegen P2P-Dienste steigen die Tonträgerverkäufe wieder leicht, auch wenn die Umsätze dabei schrumpfen. Im ersten Halbjahr setzten die Mitglieder des kanadischen Branchenverbands CRIA knapp 20,8 Mio. Tonträger ab – ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003. Mit einem Absatzplus von 44 Prozent sticht auch in diesem Markt die DVD heraus. Alben legten um zwei Prozent zu. Bei den Umsätzen sorgt allein die DVD dafür, dass das Gesamtminus nur zwei Prozent beträgt. Insgesamt nahmen die CRIA-Mitglieder in den ersten sechs Monaten 228 Mio. kanadische Dollar (144 Mio. Euro) ein. Alben verloren beim Umsatz vier, Singles 23 Prozent. Mit einem Zuwachs von 25 Prozent schaffte die DVD fast 22,8 Mio. Dollar und erwirtschaftet damit beinahe ein Zehntel des kanadischen Branchenumsatzes. Laut CRIA hat die Musikwirtschaft seit 1999 rund 465 Mio. kanadische Dollar – umgerechnet rund 287 Mio. Euro – an Umsatz verloren, nicht zuletzt aufgrund der grassierenden Internetpiraterie. Als Folge hätten die Plattenfirmen in Kanada etwa ein Viertel ihrer Mitarbeiter entlassen müssen.
Kanadas Branche erreicht die Talsohle
Die kanadische Tonträgerbranche kann den Abschwung allem Anschein nach bremsen. Trotz juristischer Niederlagen gegen P2P-Dienste steigen die Tonträgerverkäufe wieder leicht.





