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Kanada verhängt Quote für Digitalradios

Die beiden US-Satellitenradiobetreiber, XM und Sirius, würden gerne nach Norden expandieren. Die zuständige kanadische Regulierungsbehörde gab dafür jetzt grünes Licht, machte aber zum Teil drastische Auflagen. Nun prüfen die beiden Unternehmen, ob ein Markteintritt zu diesen Konditionen rentabel ist.

Die beiden US-Satellitenradiobetreiber, XM und Sirius, würden gerne nach Norden expandieren. Die zuständige kanadische Regulierungsbehörde, die Canadian Radio-Television and Telecommunications Commission (CRTC), gab dafür jetzt grünes Licht, machte dabei aber zum Teil drastische Auflagen. So verlangt die CRTC u.a., dass Digitalradios mindestens zehn Prozent ihrer Programminhalte in Kanada produzieren müssen.

Zudem müssen auf diesen Kanälen 85 Prozent der Musik und der Wortinhalte aus Kanada, ein Viertel der kanadischen Sender in französischer Sprache, ein Viertel der Musik von kanadischen Künstlern und weitere 25 Prozent für Newcomer des Landes reserviert sein. Darüber hinaus müssen die Betreiber noch fünf Prozent ihrer Umsätze in kanadische Musikförderprogramme stecken.

Nun prüfen die beiden Unternehmen, ob ein Markteintritt zu diesen Konditionen überhaupt rentabel ist. XM und Sirius haben 150 Tage Zeit, um auf die Bedingungen der Regulierer zu antworten. Schätzungen zu Folge könnten beide Firmen bis 2011 jeweils etwa eine Mio. kanadische Abonnenten gewinnen. Derzeit sendet XM in den USA an gut vier Mio. Kunden, Sirius hat rund 1,5 Mio. Dauerhörer.

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