Der CDU-Politiker Steffen Kampeter setzt sich für einen Bewusstseinswandel beim Schutz geistigen Eigentums ein. In einem Interview in „Die Entscheidung“, einem Organ der Jungen Union, nannte Kampeter Musikpiraterie als einen Hauptgrund für die Krise der Musikwirtschaft, gab aber auch zu bedenken, dass die Branche es verpasst habe, „frühzeitig legale und benutzerfreundliche Download-Angebote bereitzustellen“. Gleichwohl sei der Diebstahl einer CD aus dem Plattenregal dasselbe wie der illegale Download eines Songs aus dem Internet, läßt Kampeter keine Zweifel aufkommen.
Als Aufgabe einer bürgerlichen Partei wie der CDU sieht es Kampeter, „Musik als nationales Kulturgut“ zu fördern. Dies könne durch das Setzen entsprechender Rahmenbedingungen durch die Politik geschehen. Weiterhin warnt Kampeter vor einem Defizit in der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen, das sich zu einem „musikalischen Analphabetismus auswachsen könnte“. Ähnlich wie Thomas M. Stein betrachtet Kampeter Musik dabei als wirksames Mittel zur Bewältigung von Konflikten, das Gemeinschaftssinn fördere und Aggressionen abzubauen vermag.
In Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Musikbranche geht Kampeter von einer weiteren Konsolidierung aus. Allerdings seien bei Handel und Vertrieb tief greifende Umwälzungen zu erwarten. Insbesondere durch die Möglichkeiten des Internets entstünden hier aber auch neue Marktchancen für „Unternehmen mit klugen Ideen“.
Steffen Kampeter ist haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit 2001 leitet er für die CDU Deutschland außerdem das „Dialogforum Musikwirtschaft“ und fungiert damit als Vermittler zwischen Politik und der Musikbranche.






