In der Berliner Jesus-Christus-Kirche (Dahlem) stellten am 6. Juli Vertreter des Milken Archivs of American Jewish Music ihre CD-Serie vor, die bei Naxos unter der Reihe American Classics erscheint. Insgesamt soll die Serie zunächst 50 CDs umfassen, seit November 2004 sind in Deutschland bereits 20 CDs erschienen, die sowohl weltliche als auch geistliche Musik umfassen.
Dabei legt das Milken Archiv vor allem Wert auf die Wertigkeit der Musik, wie Paul Schwendener, Koordinator der CD-Edition, im Interview mit MusikWoche erzählte: „Es war von Anfang an das Anliegen des Archivs, wertvolle Musik einem größtmöglichen Publikum bereit zu stellen, als offenes und nicht lokal gebundenes Projekt.“ Dabei sei Naxos als Vertriebspartner die ideale Wahl: „Naxos ist mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, denn erstaunlicherweise ist die Rezeption der Serie weltweit sehr gut. Wir haben sogar mehrere tausend Stück in Japan verkauft – so viel ich weiß, wohnen keine Juden in Japan. Wir haben den Eindruck, dass mindestens die Hälfte aller Käufer Nicht-Juden sind, sondern Liebhaber, die gerne etwas Neues anhören.“
Eine erste Zwischenbilanz der Serie in Deutschland gaben zudem der künstlerische Leiter des Milken Archivs, Neil Levin, Dirigent Gerard Schwarz (RSO Berlin) sowie der Komponist Samuel Adler, dessen Vater in der Weimarer Republik Orchesterwerke und Oratorien für die Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin schrieb und aktiv in der jüdischen klassischen Musikbewegung dieser Zeit war. Als Schwerpunkte im Herbst erscheint die „Genesis Suite“, eine Gemeinschaftskomposition von u.a. Arnold Schoenberg und Igor Stravinsky, aufgenommen vom RSO Berlin und Gerard Schwarz, sowie eine Platte mit den Wiener Sängerknaben, die zusammen mit dem Oberkantor der großen Synagoge in Jerusalem, Naftali Herstik, einen gesamten Gottesdienst einspielten.






