Bis 2011 soll der digitale Vertriebsweg den Marktforschern von Jupiter Reserach zufolge mit einem Umsatz von 1,6 Mrd. Euro rund 16 Prozent des Musikgeschäfts bestreiten. Vor allem die steigende Anzahl der Breitbandverbindungen und der Ausbau des in den Downloadshops erhältlichen Repertoires trage zum Wachstum bei.
2005 gaben die Konsumenten in Europa laut Analysen von Jupiter 192 Mio. Euro für digitale Musik aus. Gerechnet auf die 17 berücksichtigten Länder entspreche dies einem Anstieg von 267 Prozent im Vergleich zum Vorjahr als 52,3 Mio. Euro umgesetzt wurden. „Nach Jahren der ‚Underperformance‘ hat Europas digitaler Musikmarkt endlich Hürden wie die mangelnde Breitband-Versorgung, die schlechte Ausstattung der Kataloge und die zunächst schwache Nachfrage auf Seiten der Konsumenten überwunden“, erklären die Marktforscher.
Für den Vosprung des britischen Digitalmarkts, der einen Anteil von 29 Prozent am europäischen Geschäft besitzt, habe ein besonders starkes Kaufinteresse, ein stärkerer Musikabo-Sektor sowie die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern höheren Preise gesorgt. Mark Mulligan, Senior Analyst bei Jupiter, bezeichnete das Digitalgeschäft dennoch in Anbetracht der ungebrochenen Popularität von P2P-Börsen als Nischenaktivität. 2006 werde allerdings zum entscheidenenden Jahr für Subskriptionsdienste.
Verglichen mit anderen Prognosen nimmt sich die neue Jupiter-Studie eher zurückhaltend aus. EMI-Chairman Eric Nicoli hatte kürzlich verkündet, er rechne bis 2010 damit, dass der digitale Kanal 25 Prozent zum EMI-Umsatz beisteuere.





