Die Marktforscher von Jupiter erwarten für das europäische Musikgeschäft zwar einen digitalen Umsatzanteil von 16 Prozent bis zum Jahr 2011, doch damit es dazu kommt, wird eine Konsolidierung der Branche und mehr Phantasie der Marktteilnehmer nötig sein. Hohe Kosten für digitale Vertriebslizenzen, niedrige Margen und ein zehrender Wettbewerb gefährde die langfristigen Überlebenschancen diverser Onlinehändler in Europa, so das Ergebnis der Jupiter-Analyse.
Bei 192 Mio. Euro Digitalumsätzen im letzten Jahr und rund 200 Downloadanbietern, gebe es derzeit zu viele Anbieter für zu wenig Kunden. Durchschnittlich bedeute dies ein theoretisches Umsatzpotenzial von jährlich 960.000 Euro pro Händler, doch angesichts der Marktdominanz von iTunes liege der tatsächliche Wert weit niedriger. Auch wenn in diesem Jahr schon 14 Mio. Europäer ihr Geld für digitale Musikangebote ausgeben werden, müssten sich die Geschäftsmodelle noch verbessern, findet Jupiters Marktforschungschef Mark Mulligan.
Derzeit könne man als Downloadanbieter nur überleben, wenn man ein Gerätehersteller oder ein ISP ist. Es bedürfe an allen Stellen in der Wertschöpfungskette mehr Phantasie, damit das Digitalgeschäft künftig nicht nur für die Plattenfirmen wirtschaftlich tragfähig ist, so Mulligan.





