Recorded & Publishing

Jupiter: Digitales Musikgeschäft wächst nur sehr langsam

Auch wenn sich im Online-Geschäft mit Musik immer mehr Fortschritte abzeichnen, die Trendwende für die Branche wird digitaler Vertrieb nicht bringen. Das prognostizieren die Marktforscher von Jupiter.

Auch wenn sich im Online-Geschäft mit Musik immer mehr Fortschritte abzeichnen, die Trendwende für die Branche wird digitaler Vertrieb nicht bringen. Das prognostizieren zumindest die Marktforscher von Jupiter. Die jüngste Marktanalyse, die dieser Tage bei der Plug.In-Konferenz in New York präsentiert wurde, geht davon aus, dass in diesem Jahr nur sieben Prozent aller in den USA verkauften CDs im Internet bestellt werden – ein Umsatz von rund 750 Mio. Dollar. Und mit Download-Verkäufen wird die US-Branche höchstens 80 Mio. Dollar einnehmen. In fünf Jahren werden Download-Verkäufe Umsätze von 3,3 Mrd. Dollar generieren und damit 26 Prozent der gesamten amerikanischen Musikumsätze ausmachen. Das ist deutlich weniger, als Jupiter noch Anfang des Jahres vorausgesagt hatte: Damals ging man noch von fünf Mrd. Dollar im Jahr 2007 aus. Diverse neue Angebote wie Apples iTunes Music Store oder BuyMusic.com hätten zwar das Interesse der Konsumenten geweckt, dennoch stecke die Musikwirtschaft in einer Strukturkrise. Selbst die harte Haltung der RIAA gegen die Nutzer von illegalen P2P-Diensten habe nur 17 Prozent der Erwachsenen veranlasst, weniger Files im Netz zu tauschen. Ungeachtet dessen sieht Jupiter einen Markt für kommerzielle Downloads: Während in diesem Jahr der Download-Anteil von übers Netz verkaufter Musik nur neun Prozent beträgt, wird er 2008 bei 48 Prozent liegen.