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Jobs will Preise niedrig halten

Apple-Chef Steve Jobs setzt auch weiterhin auf günstige Einheitspreise im Downloadgeschäft. Am Rande der Apple Expo, die vom 20. bis zum 24. September in Paris über die Bühne geht, wies er Forderungen von Seiten der Plattenfirmen nach höheren Preisen zurück.

Apple-Chef Steve Jobs setzt auch weiterhin auf günstige Einheitspreise im Downloadgeschäft. Am Rande der Apple Expo, die vom 20. bis zum 24. September in Paris über die Bühne geht, wies er Forderungen von Seiten der Plattenfirmen nach höheren Preisen zurück: „Wir konkurrieren noch immer vor allem mit illegalen Tauschbörsen“, sagte Jobs der dpa. „Wenn wir die Preise über 99 Cent anheben, besteht die Gefahr, dass die Anwender sich ihre Musik wieder illegal aus dem Netz herunterladen.“

Seit dem Frühjahr 2005 verdichten sich die Rufe nach flexibleren Preisen und besseren Margen im Onlinegeschäft: So wollen Sony BMG und Warner Music weg vom starren 99-Cent-Einheitspreis. „Ein Musiklabel hat von uns Preiserhöhungen verlangt, andere wollen mit Preisen experimentieren“, bestätigte Jobs nun. Allerdings forderte er die Musikbranche auf, den Preis nicht über die Schwelle von einem Dollar oder einem Euro zu treiben.

Die Erfolgsaussichten für mobile Downloads schätzt der Apple-Chef offenbar nur gering ein: „Die Telekomgesellschaften haben so viel in den Ausbau der dritten Mobilfunkgeneration investiert, dass sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit drei Dollar oder Euro für einen einzelnen Download verlangen müssen“, sagte er der dpa. Da liege es nahe, dass Nutzer eher Musik über ihre PCs kaufen und von dort auf ihre Mobiltelefone übertragen.

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