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Jeder dritte deutsche Händler vor dem Aus

Ein Drittel aller deutschen Handelsunternehmen kann nicht mehr saniert werden und muss in absehbarer Zeit aufgeben. Zu diesem Schluss kommen die Unternehmensberater von Dr. Wieselhuber & Partner.

Ein Drittel aller deutschen Handelsunternehmen kann nicht mehr saniert werden und muss in absehbarer Zeit aufgeben. Zu diesem Schluss kommen die Unternehmensberater von Dr. Wieselhuber & Partner in ihrem Dossier „Sanierung und Restrukturierung von Handelsunternehmen“: „Verlierer sind vor allem die traditionellen Fachgeschäfte und die Warenhäuser“, stellt Wolfgang Gross fest, Geschäftsbereichsleiter Handel bei Wieselhuber & Partner. Mittelbar seien davon auch der Großhandel und die Verbundgruppen betroffen. Als Ursachen nennen die Berater vor allem die rückläufigen Konsumausgaben, aber auch Verkaufsflächenüberhänge und verschwimmende Branchengrenzen. Zudem beklagen Wieselhuber & Partner, dass der Wettbewerb meist über den Preis stattfindet – mit den bekannt katastrophalen Folgen für die Margen. Als Gewinner der Situation machen die Unternehmensberater Discounter, Handelsketten und Versandhäuser aus. Die Verlierer der Branche hätten sich dagegen von der Krise regelrecht lähmen lassen. „Aber rund ein Drittel aller deutschen Handelsunternehmen ist noch in der Lage, den Turnaround zu schaffen“, meint Gross. Dazu müssten sie „unverzüglich damit beginnen, ihre operativen und strukturellen Defizite zu beseitigen“. Helfen könnte dabei natürlich eine Unternehmensberatung.