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Jedem Wahlkämpfer sein „Angie“

Während die CDU-Wahlkampgane mit der Verwendung eines Songs mit dem Titel „Angie“ ihre liebe Not hat, scheint sich der Titel „Angie (Nein, Nein)“ für die Grünen zum Glücksfall wider Willen zu entwickeln.

Während die CDU-Wahlkampgane mit der Verwendung eines Songs mit dem Titel „Angie“ ihre liebe Not hat, scheint sich der Titel „Angie (Nein, Nein)“ für die Grünen zum Glücksfall wider Willen zu entwickeln. Ihren Klassiker aus dem Jahr 1973 hören die Rolling Stones wohl nicht allzu gerne bei Auftritten der Union, doch offenbar ist der Song der Rockveteranen ohnehin nur zweite Wahl. Angeblich hat ein Mittelsmann der Christdemokraten sich bereits Ende Juli um ein anderes Lied für den Wahlkampf von Angela Merkel bemüht. So berichtet es zumindest Sänger Steffen Strom, der seinen Titel „Angie“ jedoch auf keinen Fall dem konservativen Lager zu Werbezwecken überlassen wollte. Der Musiker aus Stuttgart steht bei der Firma EMG aus Winnenden unter Vertrag und entschloss sich, seine Komposition kurzerhand in ein Anti-Merkel-Lied umzudichten und es kostenlos der Kampagne von Bündnis 90/Die Grünen zur Verfügung zu stellen. „Angie (Nein, Nein)“ sei ein „witzig-ironischer Popsong“, findet das Label und weist daraufhin, dass die zugehörige Single als „sonnig-sympathischer Radiohit“ am 19. September als CD auf den Markt kommen wird. Einen Tag zuvor wird die Wahl voraussichtlich entschieden sein, und wer die Veröffentlichung gar nicht erwarten kann, dem sei die Website der Grünen (www.gruene.de) empfohlen, wo es das Lied gratis als Download gibt. Steffen Strom dürfte sich über die politische Sommerloch-PR freuen. Ob es nach der Wahl allerdings noch viele Käufer für einen Anti-Merkel-Song geben wird, bleibt abzuwarten.

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