Recorded & Publishing

Jean-Michel Jarre im Interview: „Es geht um Respekt und Schutz“

Im Rahmen des World Creators Summit vom bis 4. und 5. Juni wählte die CISAC-Vollversammlung in Washington, D.C. Jean Michel Jarre zu ihrem neuen Präsidenten. Der französische Musiker und Komponist macht sich im Gespräch mit MusikWoche-Redakteur Knut Schlinger Gedanken um die Zukunft der Kreativen.

Mit welcher Entwicklung im internationalen Musikgeschäft rechnen Sie bis zum Jahr 2020? Ich bin da überhaupt nicht pessimistisch. Grenzen waren für Künstler schon immer von ganz besonderem Interesse, sie haben sich daran gerieben und die gesellschaftlichen Entwicklungen reflektiert. Deshalb glaube ich fest daran, dass sich auch in der Musikwirtschaft viele Dinge ändern werden. Wir sehen gerade erst den Anfang dessen, was es neu zu erfinden gilt. Anstatt zu klagen, sollte sich die gesamte Musikindustrie darauf konzentrieren, neue Gegebenheiten zu erkennen und zu nutzen. Das Internet bietet schließlich fantastische Möglichkeiten, Musik zu kreieren, bekannt zu machen und zu vermarkten. Hier sehe ich die Aufgaben der neuen Musikwirtschaft. Die Künstler aber müssen ebenfalls aufstehen und wie schon in den vergangenen Jahrhunderten ihre Position als Bindeglied zwischen der Öffentlichkeit und der Wirtschaft behaupten.

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