Recorded & Publishing

Jean-Michel Jarre: „Es geht um Respekt und Schutz“

Im Anschluss an den World Creators Summit vom bis 4. und 5. Juni 2013 Washington, D.C. wählte die CISAC-Vollversammlung Jean Michel Jarre zum neuen President . Im Gespräch mit MusikWoche macht sich der französischen Musiker und Komponisten nach seiner Inauguration Gedanken um die Zukunft der Kreativen und ihrer Leistungen, zeigt Parallelen zwischen den Diskussionen ums Urheberrecht und dem Umweltschutz und analysiert, wie smart ein Smartphone wirklich ist.

MusikWoche:Mit welcher Entwicklung im internationalen Musikgeschäft rechnen Sie bis zum Jahr 2020? Jean-Michel Jarre:Ich bin da überhaupt nicht pessimistisch. Grenzen waren für Künstler schon immer von ganz besonderem Interesse, sie haben sich daran gerieben und die gesellschaftlichen Entwicklungen reflektiert. Deshalb glaube ich fest daran, dass sich auch in der Musikwirtschaft viele Dinge ändern werden. Wir sehen gerade erst den Anfang dessen, was es neu zu erfinden gilt. Anstatt zu klagen, sollte sich die gesamte Musikindustrie darauf konzentrieren, neue Gegebenheiten zu erkennen und zu nutzen. Das Internet bietet schließlich fantastische Möglichkeiten, Musik zu kreieren, bekannt zu machen und zu vermarkten. Hier sehe ich die Aufgaben der neuen Musikwirtschaft. Die Künstler aber müssen ebenfalls aufstehen und wie schon in den vergangenen Jahrhunderten ihre Position als Bindeglied zwischen der Öffentlichkeit und der Wirtschaft behaupten.

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