Am 30. Juni gab die Deutsche Phono-Akademie die Sieger der zwölften Verleihung des Echo Klassik bekannt. Zu den Abräumern gehört die Geigerin Anne-Sophie Mutter: Für ihre Interpretation von Violinkonzerten von Tschaikowsky und Korngold wählten die Juroren Mutter zur Instrumentalistin des Jahres; ihre Aufnahme des Werks „Sur Le Même Accord“ von Henry Dutilleux überzeugte zudem als beste Ersteinspielung des Jahres. Auch die Sopranistin Anna Netrebko darf sich über zwei Auszeichnungen freuen. Ihre CD „Sempre Libera“ machte sie zur Sängerin des Jahres, gleichzeitig war sie das bestverkaufte Album.
Beide Künstlerinnen stehen bei Universal unter Vetrag und trugen damit zur Dominanz des Unternehmens in der diesjährigen Echo-Statistik bei: Universal führt mit zwölf Auszeichnungen, Sony BMG erhält acht Echos, sieben Awards gehen an EMI Classics, und vier Preise erhält Warner, darunter auch den Sonderpreis, der an Warner-Künstler Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra als „Botschafter der Musik“ geht. Eine CD des Ensembles soll im August erscheinen. Indie-Labels im Vertrieb von Codaex kommen schließlich auf sieben Klassik-Echos, drei davon gehen an MDG, je einer an OehmsClassics, Chandos, Hyperion und Pentatone.
Rolando Villazon ist Sänger des Jahres, Hélène Grimaud Pianistin des Jahres. Der Komponist und Dirigent Pierre Boulez, der im März seinen 80. Geburtstag feierte, erhält einen Echo Klassik für sein Lebenswerk. Die Gala zum Echo Klassik findet am 16. Oktober wieder in der Münchner Philharmonie am Gasteig statt und ist noch am gleichen Abend um 22 Uhr im ZDF unter dem Titel „Echo der Stars“ zu sehen.






