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Jay-Z neuer Chef von Def Jam

Shawn Carter, besser bekannt als Jay-Z, übernimmt als President & CEO die Leitung von Def Jam. Damit behält er auch die Verantwortung über das von ihm mitgegründete Label Roc-A-Fella, das nun vollständig von Universal übernommen wird.

Shawn Carter, besser bekannt als Rapper, Produzent und Unternehmer Jay-Z, übernimmt ab dem 3. Januar 2005 als President & CEO die Leitung von Def Jam Recordings. Damit behält er auch die Verantwortung über das von ihm mitgegründete Label Roc-A-Fella, das nun vollständig von der Universal Music Group (UMG) übernommen wird. US-Medienberichten zufolge blättert die UMG-Division Island Def Jam für die restlichen 50 Prozent der Labelanteile weniger als zehn Mio. Dollar hin. Die ersten 50 Prozent bekam Universal im Jahr 1997 für 1,5 Mio. Dollar. Damit können Jay-Z, Damon Dash und Kareem Burke, die Gründer von Roc-A-Fella, nun getrennte Wege gehen. Dem Vernehmen nach litt die Geschäftsbeziehung von Carter und Dash in letzter Zeit stark unter persönlichen Spannungen.

Roc-A-Fella wird als Marke unter dem Dach von Def Jam weiter bestehen bleiben, immerhin hat mit Kanye West ein Künstler der Firma soeben zehn Grammy-Nominierungen eingeheimst. Allerdings sollen mindestens zehn Stellen bei Roc-A-Fella wegfallen, heißt es. Carter wird in seiner neuen Rolle an Antonio Reid, Chairman der Island Def Jam Group, berichten. Der Rapper, der sich eigentlich aus dem aktiven Geschäft als Musiker zurückziehen wollte, jedoch gerade zusammen mit Linkin Park die Nummer eins in den US-Charts stellt, wird bei Def Jam wahrscheinlich sein schon länger geplantes Label S. Carter Records starten. Angeblich war auch Carters langjähriger Weggefährte Lyor Cohen bei der Warner Music Group an einem Engagement von Jay-Z interessiert.

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