Die japanische Verwertungsgesellschaft Jasrac (Japanese Society for Rights of Authors, Composers and Publishers) schloss ihr Geschäftsjahr erstmals seit fünf Jahren mit einem Minus von 2,2 Prozent bei den Tantiemeneinnahmen ab. Insgesamt betrug der Jasrac-Jahresumsatz zum 31. März 111,1 Milliarden Yen (679 Millionen Euro), wobei die gestiegenen Tantiemeneinnahmen aus Aufführungsrechten den Verlust im mechanischen Bereich etwas abfederte.
Die Performance Royalties machten im letzten Fiskaljahr mit 48,8 Milliarden Yen (298 Millionen Euro) den Löwenanteil der Jasrac-Einnahmen aus und legten im Jahresvergleich um 0,9 Prozent zu. Die Tantiemen aus mechanischen Rechten sanken um 5,4 Prozent auf 41,9 Milliarden Yen (256 Millionen Euro), hauptsächlich wegen nachlassender Verkäufe von CDs und DVDs. Dafür stiegen die Einnahmen aus der Rechteverwertung für Leih-CDs und -Videos um 3,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Yen (23 Millionen Euro).
Im Mobilbereich brachen die Einnahmen aus der Verwertung von polyphonen Klingeltönen um 46 Prozent auf 3,3 Milliarden Yen (20 Millionen Euro) ein, gleichzeitig erhöhten sich die Tantiemenumsätze durch Masterklingeltöne um 23,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Yen (13 Millionen Euro). Den gleichen Betrag nahm die Jasrac für Downloads (mobil und stationär) ein – ein Zuwachs um 73,5 Prozent.
Außerdem bekam die Jasrac weniger Geld von der Schwestergesellschaft Sarah überwiesen. Sarah sammelt die Geräte- und Leermedienpauschalen ein und führte im letzten Geschäftsjahr 646,7 Millionen Yen (knapp vier Millionen Euro) an die Jasrac ab – 12,9 Prozent weniger als im Vorjahr.





