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Japans P2P-Sünder müssen zahlen

Die japanische Musikbranche hat einen ersten Teilerfolg im Kampf gegen Onlinepiraten erzielt. Fünf überführte Uploader haben nun zusammen knapp 2,5 Mio. Yen Schadensersatz an die Labels bezahlt.

Die japanische Musikbranche hat einen ersten Teilerfolg im Kampf gegen Onlinepiraten erzielt. Fünf überführte Uploader haben nun zusammen knapp 2,5 Mio. Yen (umgerechnet gut 18.000 Euro) Schadensersatz an fünf klagende Labels bezahlt. Acht in der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) organisierte Plattenfirmen hatten ursprünglich von 13 verschiedenen Internet Service Providern die Offenlegung der Identitäten von 44 Personen gefordert, denen sie massive Urheberrechtsverletzungen vorwerfen.

Bislang willigten die Provider erst in die Freigabe von neun Nutzerdaten ein, mit den restlichen vier Uploadern verhandeln die RIAJ-Anwälte noch. Nach Erkenntnissen der RIAJ nutzen weit mehr als eine Mio. Japaner P2P-Systeme. Im Jahr 2004 fischte der Durchschnittsdownloader in Japan 236 Dateien aus dem Netz, 95 davon waren Songfiles.

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