Recorded & Publishing

Japans Musikmarkt rutscht nach erstem Quartal ins Minus

Der japanische Musikmarkt hat im ersten Quartal Verluste für die Plattenfirmen gebracht. Das Stückzahlenminus beläuft sich auf sieben, das Umsatzminus auf sechs Prozent.

Im japanischen Musikmarkt – dem zweitgrößten der Welt – haben die Plattenfirmen im ersten Quartal lediglich Verluste erwirtschaftet. Das Stückzahlenminus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beläuft sich auf sieben, das Umsatzminus auf sechs Prozent.

Insgesamt haben die 44 Mitgliedsfirmen der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) 85,2 Millionen Tonträgereinheiten ausgeliefert. Diese Zahl umfasst alle physischen Formate und sorgten für einen Großhandelsumsatz in Höhe von 99,8 Milliarden Yen (619 Millionen Euro). Besonders die lahmenden Verkäufe mit internationalem Repertoire ließen die Quartalsbilanz ins Minus rutschen. Dieses Marktsegment verlor bei den Shipments 21 Prozent (16,4 Millionen Einheiten), die Umsätze sanken dabei um 15 Prozent auf 18,2 Milliarden Yen (113 Millionen Euro).

Das einheimische Repertoire musste zwar auch Federn lassen, kam jedoch im Vergleich mit einem blauen Auge davon. Der Absatz sank um sechs Prozent auf 52,9 Millionen Einheiten, der Umsatz verlor vier Prozent und betrug nur noch 66,7 Milliarden Yen (414 Millionen Euro).

Nach Stückzahlen konnte immerhin das DVD-Segment zulegen: 15,9 Millionen Einheiten entsprechen einem Absatzplus von neun Prozent. Doch der damit erzielte Umsatz schrumpfte um zwei Prozent auf 15 Milliarden Yen (93 Millionen Euro).

Mehr zum Thema