Das Musikgeschäft in Japan hinkt nach Auszählung des dritten Quartals dem Vorjahresergebnis leicht hinterher. Nach den von der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) veröffentlichten Zahlen verbucht der Großhandel mit Tonträgern bei einem Gesamtvolumen von 251,8 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) einen Umsatzrückgang von vier Prozent.
Die 42 der RIAJ angeschlossenen Unternehmen verkauften in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 216,8 Millionen Einheiten rund zwei Prozent weniger Tonträger, als noch im selben Zeitraum 2005. Während der einheimische Markt um vier Prozent auf 157,1 Millionen Einheiten schrumpfte, erzielten ausländische Musikproduktionen Mehrverkäufe in Höhe von einem Prozent. Trotz dieses höheren Stückzahlenabsatzes sank aber auch hier das Umsatzvolumen um vier Prozent auf 67,2 Milliarden Yen (451 Millionen Euro).
Noch zum Halbjahr hatte sich der zweitgrößte Musikmarkt der Welt im Vergleich zu 2005 in einer leicht verbesserten Lage präsentiert. Allerdings habe es im dritten Quartal einen Mangel an zugkräftigen Domestic-Acts gegeben, erklärte die RIAJ. Positiv entwickelt sich dagegen der Markt für Musikvideos und DVDs. Der Absatz kletterte um 21 Prozent auf 33 Millionen Einheiten und bescherte den japanischen Unternehmen Umsätze von zusammengenommen 37,8 Milliarden Yen (254 Millionen Euro), ein Plus von acht Prozent.





