Im dritten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete der japanische Tonträgermarkt einen weiteren Rückgang: Summierte sich die Zahl der von den Mitgliedern des Branchenverbands RIAJ ausgelieferten Exemplare nach sechs Monaten noch auf 89 Prozent des Vorjahreswerts, so waren es nach neun Monaten nur noch 88 Prozent. Verantwortlich für die Einbußen ist ein Einbruch bei den heimischen Produktionen: Diese steuern nach Stückzahlen drei Viertel zum Gesamtabsatz bei, verzeichneten Ende September aber ein Minus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das internationale Repertoire legte dagegen nach ausgelieferten Exemplaren um sechs Prozent zu. Außerdem konnte die nationale Tonträgerbranche ihre Einbußen nach Umsätzen ein wenig abfedern: Zum Halbjahr 2002 verbuchte die Branche Umsätze in Höhe von 85 Prozent des Vorjahreswerts, nach dem dritten Quartal summieren sich die Umsätze auf 90 Prozent des Vergleichszeitraums. Der japanische Videomarkt profitiert derzeit vom DVD-Boom: Nach Stückzahlen legten die DVD-Verkäufe um 14 Prozent zu, nach Umsätzen um 46 Prozent. Dadurch konnten Einbrüche bei anderen Videoformaten aufgefangen werden. Obwohl die Zahl der ausgelieferten Videos insgesamt nur bei 92 Prozent des Vorjahreswerts lag, stiegen die Umsätze in diesem Bereich um 22 Prozent an.
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