Der digitale Musikmarkt in Japan bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Mit Downloads auf Computer und Handys erzielten die 42 Mitgliedsfirmen der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) im ersten Halbjahr fast 13 Prozent ihrer Umsätze. Doch das Wachstum des Boomsegments ließ zuletzt stark nach.
Im zweiten Quartal verkaufte die japanische Branche 5,94 Mio. Titel als stationäre Downloads auf Computer. Das sind zwar 469 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Jahres 2005, als es noch keinen iTunes Music Store in Japan gab. Doch verglichen mit dem ersten Quartal 2006 sind das nur rund 20.000 Einheiten mehr. Die damit erwirtschafteten Umsätze beliefen sich auf 1,3 Mrd. Yen (8,7 Mio. Euro) – 443 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und nur acht Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres.
Ebenso stabil blieb das mobile Geschäft: 84,6 Mio. Fulltrack-Downloads und Klingeltöne sind geringfügig mehr (1,8 Prozent) als im Frühjahr. Die damit erzielten Umsätze wuchsen jedoch im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 11,3 Mrd. Yen (75,7 Mio. Euro). Insgesamt nahmen die RIAJ-Mitglieder in der ersten Jahreshälfte 24,8 Mrd. Yen mit digitalen Konfigurationen ein. Das entspricht mehr als einem Achtel der gesamten Branchenumsätze.





