Die japanische Musikbranche behält auch nach einem Revisionsverfahren gegen den nicht lizenzierten Downloaddienst Japan MMO die Oberhand. Der Tokyo High Court hielt ein vorinstanzliches Urteil gegen das P2P-Angebot aufrecht. Japan MMO habe mit seiner Software, die auf dem Filesharing-Konzept der kanadischen Firma File Rouge basiert, gegen geltendes Urheberrecht verstoßen.
Die Betreiber um Michio Matsuda müssen nun fast 37 Mio. Yen (rund 266.000 Euro) Schadensersatz und Strafe zahlen. Zu den Klägern zählten die Recording Industry Association of Japan (RIAJ), die Urheberrechtsgesellschaft JASRAC und 19 Plattenfirmen. IFPI-Chefsyndikus Allan Dixon in London beurteilte den japanischen Gerichtsbeschluss als wegweisend, da damit weltweit erstmals ein P2P-Anbieter für schuldig befunden wurde, selbst Urheberrechte verletzt zu haben.





